Frau M.A.

Carina Gliese

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

WGT

Kontakt

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Keplerstr. 17
70174 Stuttgart
Deutschland
Raum: 10.027

Carina Gliese studierte ab 2008 an der Universität Stuttgart Kunstgeschichte und Geschichte. Nach dem Abschluss ihres Masterstudiums 2013 war sie als Lehrbeauftragte am Institut für Kunstgeschichte der Universität Stuttgart tätig und arbeitete bei Projekten im Landesamt für Denkmalpflege in Esslingen und im Landesmuseum Württemberg in Stuttgart mit. Von 2015 bis 2017 widmete sie sich dem Studium der Elektro- und Informationstechnik an der Universität Stuttgart und war als wissenschaftliche Hilfskraft am Institut für Energiewirtschaft und Rationelle Energieanwendung beschäftigt. Seit Oktober 2017 arbeitet sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Abteilung Wirkungsgeschichte der Technik am interdisziplinären technikhistorisch-betriebswirtschaftlichen DFG-Projekt „Innovativität in Krisenzeiten? Der Umgang bundesdeutscher Konsumgüterhersteller mit der Strukturkrise der 1970er Jahre – Ein Vergleich erfolgreicher sowie gescheiterter Branchen und Unternehmen“ mit.

DFG-Projekt „Innovativität in Krisenzeiten? Der Umgang bundesdeutscher Konsumgüterhersteller mit der Strukturkrise der 1970er Jahre – Ein Vergleich erfolgreicher sowie gescheiterter Branchen und Unternehmen“

Auf der Grundlage einer interdisziplinären Zusammenarbeit zwischen den beiden an der Universität Stuttgart vertretenen Lehrstühlen für Wirkungsgeschichte der Technik (Prof. Dr. Bauer) und für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Innovations- und Dienstleistungsmanagement (Prof. Dr. Burr), wird die Innovativität bzw. unzureichende Innovativität sowie die Krisenreaktionsstrategien und -wahrnehmung von Unternehmen und der Öffentlichkeit während der Strukturkrise der 1970er Jahre untersucht. Im Fokus des Forschungsvorhabens steht ein auf zwei Branchen- und Firmenstudien basierender Vergleich zwischen einer bei der Bewältigung der Krise erfolgreichen Branche, den Herstellern von Haushaltsgeräten, und einer nicht erfolgreichen, den Herstellern von Unterhaltungselektronik. Ziel dabei ist es, Ansätze und Methoden der Geschichtswissenschaft (wie z. B. Akteur-Struktur-Ansatz, Mehrebenenmodelle, Innovationssysteme und -kulturen, Technikstile und -kulturen, Typologie des Scheiterns, quellenkritische Archivarbeit) für die BWL und umgekehrt Theorien und Methoden der BWL (wie z. B. Resource-Based View, Compentence-Based View, Industrielebenszykluskonzepte) für die Geschichtswissenschaft zu erschließen.

Der Nutzen des Forschungsprojektes für die Wissenschaft ist in der skizzierten gegenseitigen Befruchtung der Disziplinen, dem vergleichenden innovationshistorischen Ansatz sowie in der Bearbeitung einer noch wenig erforschten Fragestellung nach der Wahrnehmung und  dem Umgang mit einer Krise auf Seiten von Unternehmen und Branchen, insbesondere die Gründe für und Folgen von erfolgreichen und gescheiterten Innovationsprozessen und -strategien in einer Strukturkrise, zu sehen.

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