Lehrveranstaltungen der Abteilung WGT

Alle aktuellen Lehrveranstaltungen der WGT im Überblick

Lehrveranstaltungen der Abteilung WGT im Wintersemester 2019/20.

Dozent: Nicole Hesse M.A.

Termin: Mittwoch; 8:00-9:30 Uhr/ außerdem Blocktermine für die Schreibwerkstatt:
1) Freitag 22.05., 9:30-16:30 Uhr
2) Freitag 17.07., 9:30-16:30 Uhr/
M 17.73 (Die Räume für die Blocktermine werden im Seminar bekannt gegeben.)/                                                        ab dem 08.04.2020, wöchentlich

Inhalt: Die Eroberung von vermeintlich unberührten (Um)Welten übt bis heute eine große Faszination aus. Eroberung bedeutet zunächst einmal den Raum durch Vermessung zu begreifen. Den Akteuren dieser Vermessung ist gemein, dass sie sich für Gebiete interessieren, die bislang als „wild“, „ungezähmt“, „unbekannt“ gelten. Sie begeben sich in „extreme“ Umwelten, um diese zu erschließen und zu erobern und oft auf verschiedene Weise mit nach Hause zu nehmen – sei es in Form von Karten, Herbarien, Tieren, Gewürzen, Aufzeichnungen wie Tagebüchern, Messwerten, Diagrammen, Skizzen, Symbolen, Trophäen, Geschichten etc. Diese Dinge dienen dem Beweis einer Überschreitung von Grenzen und der Mythenbildung. Gegliedert ist das Seminar dementsprechend nach Orten, die vermeintlich natürliche, d.h. unerschlossene (Um)Welten darstellen: Gebirge, Flüsse, Tiefsee, Luftraum, Gesteinsschichten usw.

Das Proseminar ist obligatorischer Baustein aller GNTStudiengänge. Es setzt die erfolgreiche Teilnahme am Propädeutikmodul voraus. Im Zentrum des Seminars steht die Einübung grundlegender Kompetenzen der mündlichen und schriftlichen Präsentation (Referate halten, Hausarbeiten schreiben). Dazu wird neben den wöchentlichen Sitzungen eine zweitägige Schreibwerkstatt dienen, die obligatorischer Teil des Proseminars ist.

Literatur:

Ein einführender Text wird auf ILIAS bereitgestellt und muss bis zur zweiten Semesterwoche gelesen sein. Die Erschließung der übrigen Literatur gehört zu den Aufgaben des Proseminars.

Dozent: Dr. Julia Erdogan 

Termin: Mittwoch; 08:00-09:30, M 17.98 ab dem 08.04.2020; wöchentlich

Inhalt: Katastrophen sind Einschnitte in die zeitliche Kontinuität. Die Beschäftigung mit der Geschichte während und nach solchen extremen Ereignissen, ob natürlicher Ursachen oder aufgrund technischer Unfälle, kann daher in besonderem Maße gesellschaftliches Handeln und Kontingenzbewältigung verdeutlichen. Dabei haben die Technikkatastrophen zumeist neue technische Lösungen zur Folge und zwingen zur Auseinandersetzung mit den Risiken technisierter Gesellschaften. Auch die Naturkatastrophen können eng mit Technik verzahnt sein, wenn beispielsweise Überschwemmungen durch Flussbegradigungen begünstigt werden. In der Folge werden zumeist neue technische Lösungen gesucht oder gar eine grundlegende Neuordnung von Städten vollzogen.
       Das Seminar widmet sich vor diesem Hintergrund verschiedenen Natur- und Technikkatastrophen und dem Verhältnis von Technik, Umwelt und Gesellschaft im 19. und 20. Jahrhundert. Anhand verschiedener Fallbeispiele, wie etwa dem Großen Feuer von Chicago von 1871, dem Erdbeben von San Francisco 1906 oder dem Reaktorunfall von Tschernobyl 1986, sollen einerseits die Ursachen, Deutungen und Bewältigung von Katastrophen untersucht werden. Anderseits befasst sich das Seminar mit Sicherheits- und Zeitkonzepten sowie mit Technikverständnis und -akzeptanz.

Literatur:

Chiles, James R.: Inviting disaster. Lessons from the edge of technology, an inside look at catastrophes and why they happen, New York 2001.

Petzold, Dieter (Hg.): Entfesselte Kräfte. Technikkatastrophen und ihre Vermittlung, Moers 2007. Chicago, London 2006.

Walter, François: Katastrophen. Eine Kulturgeschichte vom 16. bis ins 21. Jahrhundert, Stuttgart 2010.

Dozentin: Dr. Julia Zons

Termin: Dienstag; 11:30-13:00 Uhr, M 17.16, ab dem 07.04.2020; wöchentlich

Inhalt: Das Areal des einst bedeutendsten Textilunternehmens des mittleren Neckarraums Otto in Wendlingen wird gerade umgestaltet. Es soll ein „urbane[s] Quartier“ entstehen, das Wohnen und Arbeiten und vereint und dabei die gründerzeitliche Historie des Areals integriert. Entstehen soll ein Ensemble aus alt und neu; den besonderen Charme sollen dabei die erhaltenen Maschinen und ihre Wirkungsstätten wie zum Beispiel Spinnerei, die Weberei, Kessel- und Turbinenhaus, Bergmann-Turbinenhaus samt erhaltener Bergmann- Turbine darstellen.
Das Projektseminar hat zum Ziel, den Spuren der ehemaligen Produktion zu folgen und die Geschichte des Areals anhand eines historischen Rundgangs mithilfe von Tafeln, Bildern, Texten sowie einer App für Besucher- und BewohnerInnen festzuhalten.
Dabei können wir das bislang kaum ausgewertete Archiv in Wendlingen nutzen, aber auch die Industriearchitektur mit
ihren konkreten Räumen, Maschinen, Produktionshallen, dem zugeschütteten Wasserlauf etc. begehen und historisch aufarbeiten.

Literatur:

Wird im Projektseminar bekannt gegeben.

Dozentin: Dr. Julia Zons

Termin: Vor-Ort-Termine in Wendlingen (geblockte Sitzung aus Übung und Projektseminar) nach Absprache mit den Teilnehmer/inne/n; einzelne Termine nach Absprache in Stuttgart

Inhalt: Begleitend zum zugehörigen Projektseminar 162010070 findet als obligatorische Ergänzung die fachpraktische Übung statt. Sie dient vor allem der Arbeit „vor Ort“.

Dozenten: Nicole Hesse M.A.

Termin: Dienstag; 11:30-13:00, M 17.73, ab dem 07.04.2020; wöchentlich

Inhalt: Im Seminar werden übergreifende geschichtliche Grundbegriffe sowie zentrale Themen, Theorien und methodische Ansätze einer Kulturgeschichte der Technik vermittelt und diskutiert. Ziel ist es, historische Prozesse mit ihren technischen Dimensionen zu verknüpfen, die grundsätzlich als kulturell und gesellschaftlich eingebettet aufgefasst werden. Im Seminar werden Texte von Historikern, Kulturund Sozialwissenschaftlern analysiert, zentrale Begriffe und wissenschaftliche Hilfsmittel der Geschichte anhand technikhistorischer Beispiele vorgestellt und grundlegende Methoden des wissenschaftlichen Arbeitens erlernt.
!!! Bei eventuellen terminlichen Überschneidungen mit vorherigen Vorlesungen in Vaihingen ist es möglich, die Veranstaltung etwas nach hinten zu verschieben. Absprache dazu erfolgt in der ersten Sitzung!!!

Literatur: 

Hård, Mikael/Jamison, Andrew: Hubris and Hybrids. A Cultural History of Technology and Science. New York 2005.
Heßler, Martina: Kulturgeschichte der Technik. Frankfurt a.M. 2012.

König, Wolfgang (Hg.): Technikgeschichte (Basistexte Geschichte, 5). Stuttgart 2009.

Schulze, Winfried: Einführung in die Neuere Geschichte. Stuttgart 2010.

 

 

Dozentin: Nicole Hesse M.A.

Termin: Dienstag; 14:00-15:30, M 17.73, ab dem 14.04.2020; wöchentlich

Inhalt: Die Veranstaltung ergänzt das Proseminar 162010101 von N. Hesse durch praktische Übungen.

Literatur:

Nils Freytag/Wolfgang Piereth: Kursbuch Geschichte. Tipps und Regeln für wissenschaftliches Arbeiten. Stuttgart 2011.

Christian Rohr: Historische Hilfswissenschaften. Eine Einführung. Wien u.a. 2015.

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