Emigration und Exil von Wissenschaftlern und Ingenieuren 1930-1950


Diaspora





Abgeleitet vom altgriechischen Wort διασπορά [diasporá] für ,Zerstreuung‘ oder ,Verstreutheit‘ bezeichnet Diaspora allgemein das Leben religiöser, nationaler, kultureller oder ethnischer Gemeinschaften in der Fremde. Besonders gebräuchlich ist es in Bezug auf das Babylonische Exil des jüdischen Volkes bis zu seiner Vertreibung aus Palästina 135 n.Chr., während das Leben der Juden in den Jahrhunderten danach bis zur Gründung des Staates Israel 1948 in der Encyclopaedia Judaica (2. Aufl., Bd. 5 (2007): 637-643) als ‚Galut‘ bezeichnet wird. Auch nach 1933 sprachen viele Exilanten von ihrem „Leben in der Diaspora“, verbunden mit dem Gefühl des Verlusts und der Marginalisierung sowie der Sehnsucht nach der Heimat und nach Rückkehr. Lit.: Ruth Mayer: Diaspora. Eine kritische Begriffsbestimmung. Bielefeld 2005 sowie https://www.bpb.de/apuz/192563/exil-diaspora-transmigration?p=all und https://de.wikipedia.org/wiki/Diaspora .

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