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16. September 2021 / Alexandra Schellenberg

Aktuelles zur Präsenzlehre im Wintersemester 2021/22

Aktuelles zur Präsenzlehre im WS 2021/22
[Bild: free]

Das Rektorat hat in seiner Kommunikation vom 22. Juli 2021 zur Öffnungsstrategie der Universität Stuttgart vor der Sommerpause betont, dass es unsere feste Absicht ist, im kommenden Wintersemester wieder Studium und Lehre vor Ort in Stuttgart zu ermöglichen und im gesetzlichen Rahmen so viel Präsenzveranstaltungen wie möglich anzubieten. Die entsprechenden Beschlüsse hierzu wurden für Mitte September in Aussicht gestellt.

Dementsprechend hat das Rektorat in seiner Sitzung vom 14. September auf der Grundlage der CoronaVO Baden-Württemberg, der CoronaVO Studienbetrieb des Wissenschaftsministeriums (MWK) und den Regeln des Arbeitsschutzes zur Verbesserung der Sicherheit und des Gesundheitsschutzes der Beschäftigten bei der Arbeit (ArbSchG) folgende Festlegungen für die Planung und Wiederaufnahme der Präsenzlehre im Wintersemester 2021/22 getroffen und beschlossen:

  1. Nach drei Semestern der Online-Lehre wird die Wiederaufnahme der Präsenzlehre mit einem Anteil von mindestens 50% an der Gesamtlehre (Präsenzlehre > 50% und Online-Lehre < 50%) als Ziel von Politik (MWK) und Universität Stuttgart mit Beginn des Wintersemesters 2021/22 gefordert. Als Bezugsgröße für die prozentuale Aufteilung gilt die Zahl der wöchentlichen Lehrveranstaltungen pro Studiengang.

  2. Die Gebäude der Universität Stuttgart werden ab dem 1. Oktober 2021 werktäglich im Zeitraum von 7:30 Uhr bis 20:00 Uhr durch den Betriebsdienst zum Zwecke des Studienbetriebs geöffnet.

  3. In Gebäuden gilt grundsätzlich das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes auf den Verkehrsflächen (mindestens mit Medizinischer Maske) und in allen Hörsälen und Arbeitsräumen mit Lehrbetrieb (mit FFP2-Maske). Ausnahmen davon gelten nur für die Vortragenden in Lehrveranstaltungen mit einem ausreichenden Abstand zu den Studierenden während des Lehrbetriebs.

  4. Aus Gründen des Arbeitsschutzes werden Hörsäle und Arbeitsräume für den Lehrbetrieb grundsätzlich auf 50% der Kapazität als maximale Belegung begrenzt. Ausnahmen hierzu gelten für die drei Hörsäle
    V 47.01 (Campus Vaihingen) mit maximal 250 Studierenden,
    M 17.01 (Campus Stadtmitte) mit maximal 250 Studierenden und
    M 12.01 (Campus Stadtmitte, Azenberg) mit maximal 250 Studierenden.

  5. Weitere Ausnahmen für den Lehrbetrieb stellen Labor- und Praktikumsräume mit funktionierenden technischen Luftabzügen dar. Im Regelfall ist in diesen Räumen eine verminderte Kapazität für den Aufenthalt von Studierenden und Lehrenden infolge der ausreichenden Luftumwälzung nicht erforderlich, d.h. es kann von einer 100%igen Belegung ausgegangen werden. Bei fehlender Belüftung wird die Raumkapazität auf 50% beschränkt (siehe Nr. 4).

  6. Innenliegende Lehrräume ohne Fenster und/oder Belüftung bleiben grundsätzlich für den Lehrbetrieb geschlossen. 

  7. Nach Wiederöffnung gelten für die Zentralbibliothek, die derzeit infolge von Sanierungsarbeiten an beiden Standorten (Stadtmitte und Vaihingen) geschlossen ist, für die Institutsbibliotheken und studentische Lernräume weiterhin die 3G-Regelung sowie die Pflicht zur Voranmeldung eines Arbeitsplatzes.

  8. Eine Anpassung der maximalen Belegung kann im Laufe des Wintersemesters 2021/22 je nach Kenntnis und Auslegung betrieblicher Erfahrungswerte durch das Rektorat erfolgen.

  9. Die Teilnahme an einer Präsenzlehrveranstaltung erfordert weiterhin die Dokumentation der Anwesenheit entweder durch das cactUS-System oder über Formulare.

  10. Die Teilnahme an Lehrveranstaltungen in Präsenz setzt für alle Studierenden und Lehrenden das Vorliegen eines Geimpften- oder Genesenen- oder Getesteten-Nachweises (3G-Regel) voraus.

  11. Die Kontrolle des 3G-Status für die Teilnahme an Präsenzlehrveranstaltungen erfolgt über eine definierte Stichprobenerfassung sowie parallel dazu über eine technische Prüfung (cactUS-System). Näheres zum Erfassungs- und Prüfungsprozess wird mit einem getrennten Schreiben allen Beschäftigten und Studierenden in Kürze mitgeteilt.

  12. Die Kontrollen und Nachweiserstellung für Lehrveranstaltungen mit 35 und mehr Studierenden (große Veranstaltungen) sollen von einem externen Dienstleister durchgeführt werden. Die Kontroll- und Nachweispflicht in Lehrveranstaltungen mit weniger als 35 Personen (kleine Veranstaltungen) verbleibt bei den Lehrenden selbst. Die einheitlichen Bescheinigungen für den Nachweis des 3G-Status werden in Verifikationszentren auf dem Campus Vaihingen und auf dem Campus Stadtmitte ausgestellt. Die Zentrale Verwaltung prüft gegenwärtig die Vergabe und Beauftragung der Leistungen, die möglichst auch ein stationäres und mobiles Test- und Impfangebot beinhalten soll.

  13. Im Laufe des Wintersemesters 2021/22 wird die technische Prüfung des 3G-Status sowie die Anwesenheitsdokumentation für alle zentral erfassten Hörsäle – soweit noch nicht eingeführt – wie auch für alle dezentrale Lehrräume eingerichtet; im gleichen Zuge wird die Stichprobenerfassung zurückgefahren. Die Beschaffung der technischen Infrastruktur erfolgt aus zentralen Mitteln. Näheres zu den Prozessen der 3G-Kontrolle sowie zur Anwesenheitsdokumentation wird mit einem getrennten Schreiben allen Beschäftigten und Studierenden bis Anfang Oktober mitgeteilt.

  14. Studierende und Lehrende werden informiert, dass der 3G-Status jederzeit kontrolliert werden und das Nichtvorhandensein eines gültigen 3G-Status im Präsenzlehrbetrieb ordnungsrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen kann.

  15. Die Präsenzlehrangebote für die einzelnen Studiengänge (B.A./B.Sc., M.A./M.Sc., Staatsexamen) planen und gestalten die für den Lehrbetrieb zuständigen Fakultäten und das Stuttgart Center for Simulation Science auf der Grundlage der maximal zulässigen Belegung eigenständig und eigenverantwortlich (siehe Nr. 4 und 5). Dort wo keine Präsenzlehre nach den vorgenannten Regeln möglich ist, muss ein zusätzliches und gleichwertiges Online-Lehrangebot aufgestellt werden. Die Ausgestaltung dieses Lehrangebots obliegt den Fakultäten. Sollten Unterstützungsleistungen in Form von Mitteln für den Lehrbetrieb in Präsenz erforderlich sein, so bitte ich entsprechend begründete Anträge über den Dekan oder die Dekanin an das Rektorat weiterzureichen.
    Das Rektorat empfiehlt den Studiengängen, einen gewissen Teil an Online-Lehre gezielt und steuernd bei der Planung des kommenden Wintersemesters 2021/22 einzusetzen (z.B. durch synchrone Übungen, Tutorien, Seminare etc.), um die Raumkapazitäten zu entlasten und so viel Präsenzveranstaltungen wie möglich anzubieten. Des Weiteren regt das Rektorat an, dass die Raumbeauftragten der Fakultäten, die Studiengangsmanager*innen sowie das Flächen- und Hörsaalmanagement (Dezernat 6 – Technik und Bauten) gemeinschaftlich eine „Raumbörse“ für alle zentralen und dezentralen verwalteten Hörsäle und Lehrräume aufbauen und sich gegenseitig bei der Suche nach geeigneten Lehrräumen unterstützen.

Mit den vorstehenden Corona-Maßnahmen und Regeln ist das Rektorat zuversichtlich, in Berücksichtigung des bestehenden Infektions- und Arbeitsschutzes einen angemessenen Rahmen gesetzt zu haben, um zu einem gesicherten Regelbetrieb der Präsenzlehre zurückzukehren. Sollten wir das angestrebte Ziel einer mindestens 50%igen Präsenzlehre im Wintersemester 2021/22 nicht erreichen, wird das Rektorat gemeinsam mit den Fakultäten und der Studierendenvertretung stuvus nach Möglichkeiten zur Erweiterung des Lehrbetriebs in Präsenz suchen. Weitere Informationen – insbesondere zur Verifikation der Stichproben- und Vollerfassung nach den 3G-Regeln und dem Genehmigungsverfahren für Präsenzveranstaltungen – erhalten Sie in Kürze. Lassen Sie uns gemeinsam mit Kreativität und Verantwortungsbewusstsein die Schritte und den Weg zurück in die Normalität gehen!

gez. 
Wolfram Ressel
Rektor der Universität Stuttgart

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