Studium und Lehre

Lehrveranstaltungen und Studienangebote der WGT

Aktuelle Lehrveranstaltungen

Auch im Wintersemester 2026/27 bieten die Mitarbeiter*innen der WGT wieder zahlreiche Kurse an. Diese finden sich im Campus-Verzeichnis und in unserer Liste der aktuellen Lehrveranstaltungen.

Lehrveranstaltungen der Abteilung WGT im Wintersemester 2026/27

Semester:WS 26/27
Inhalt:Das Seminar untersucht die Wechselwirkungen und Interdependenzen zwischen Sexualität, Geschlecht und Technik vom 19. bis ins 21. Jahrhundert. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie technische Entwicklungen Vorstellungen von Weiblichkeit und Männlichkeit geprägt haben – und wie umgekehrt Geschlechterverhältnisse die Entwicklung und Nutzung von Technologien beeinflusst haben.
Die Themen reichen von fahrradfahrenden Frauen um die Jahrhundertwende und Genitalprothetik für Kriegsversehrte des Ersten Weltkrieges über Kondome als biopolitisches Instrument in der NS-Diktatur und Küchentechnologie der Nachkriegszeit bis hin zu Petromaskulinität, Dating-Apps und digitaler Gewalt in der Gegenwart.
Im Seminar sollen technik-, geschlechter- und sozialgeschichtliche Perspektiven miteinander verwoben werden. Konzepte und Methoden aus benachbarten Disziplinen, etwa der Soziologie oder Psychologie, werden dabei ergänzend herangezogen.
LV-Nr.:162620202
Art:Seminar
SWS:2
Link:C@MPUS
Organisationsname:Wirkungsgeschichte der Technik
Semester:WS 26/27
Inhalt:Bis heute gelten Ingenieure und Techniker – nicht zuletzt auch in ihrem Selbstbild – als neutrale Sachverständige, deren Fachwissen fernab jedweder Ideologie steht. Das Seminar hinterfragt diese Vorstellung des „unpolitischen Experten“ vor dem Hintergrund der massiven (Selbst-)Mobilisierung von Ingenieuren und Technikern für den Aufbau eines nationalsozialistischen „autarken Wehrstaates“ bis 1945 sowie der Entnazifizierungsmaßnahmen der alliierten Besatzungsmächte nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges. Welche Rolle spielten Ingenieure und Techniker für NS-Rüstungs- und Autarkiewirtschaft, Zwangsarbeitersystem, Okkupationsregime und Vernichtungsapparat? Und welche Rechtfertigungsmuster und Apologetiken fanden sie für ihr Zutun, um ‚erfolgreich‘ entnazifiziert zu werden und für die demokratische Nachkriegsordnung anschlussfähig zu sein?
LV-Nr.:162620200
Art:Seminar
SWS:2
Link:C@MPUS
Organisationsname:Wirkungsgeschichte der Technik
Semester:WS 26/27
Inhalt:Das Oberseminar der Abteilungen Wirkungsgeschichte der Technik (WGT) und Unternehmensgeschichte (UG) bietet Raum für die Vorstellung laufender Abschlussarbeiten und Forschungsprojekte. Es wird durch Vorträge auswärtiger Gäste ergänzt.
LV-Nr.:162620092
Art:Oberseminar
SWS:1
Link:C@MPUS
Organisationsname:Wirkungsgeschichte der Technik
Semester:WS 26/27
Inhalt:Im Seminar wird der Geschichte von Automaten, Automatisierung und Roboterisierung nachgegangen. Der Fokus reicht dabei von den „künstlichen Menschen“ des 18. Jahrhunderts über die ersten programmgesteuerten Produktionsmaschinen des industriellen Zeitalters bis hin zu aktuellen Visionen einer umfassenden Digitalisierung von Produktion und Service. Im Mittelpunkt werden dabei neben den Maschinen selbst auch die unternehmerischen Strategien, die gesellschaftlichen Auseinandersetzungen, die ökonomischen und kulturellen Folgen sowie die Utopien bzw. Dystopien stehen, die die Automatisierung prägten.
LV-Nr.:162620071
Art:Seminar
SWS:2
Link:C@MPUS
Organisationsname:Wirkungsgeschichte der Technik
Semester:WS 26/27
Inhalt:Arbeit und Produktion gehören zu den zentralen Themen der Technikgeschichte. Meist steht dabei allerdings der industrielle (Groß-)Betrieb im Zentrum des Interesses. Ziel dieser Vorlesung wird es hingegen sein, einen epochenübergreifenden Überblick über die Geschichte der gewerblichen Produktion zu vermitteln, d.h. über die Entwicklung von Produktionsstätten, Produktionstechnik und Produktionsorganisation vom antiken Handwerk bis in die ersten Fabriken des Industriezeitalter hinein. Dabei wird die Technisierung und Organisation der vorindustriellen Produktion einen deutlichen Schwerpunkt bilden.
LV-Nr.:162620070
Art:Vorlesung
SWS:2
Link:C@MPUS
Organisationsname:Wirkungsgeschichte der Technik
Semester:WS 26/27
Inhalt:Das Seminar wird im Sinne einer Mikrogeschichte der „langen“ 1950er Jahre der Formierung insbesondere des westdeutschen „Wirtschaftswunders“ unter den Bedingungen des „Kalten Krieges“ nachgehen. Im Zentrum steht dabei die enge Wechselwirkung zwischen rasch wachsender industrieller Produktion, Wohlstandszuwachs, Etablierung einer neuen Konsumkultur und expandierendem Energieverbrauch. Die Ära des Nachkriegsboom wird dabei als eine Epochenschwelle interpretiert, mit der sich in der Bundesrepublik und anderen westlichen Industriestaaten der Übergang in die Massenkonsumgesellschaft vollzog.
LV-Nr.:162620041
Art:Hauptseminar
SWS:2
Link:C@MPUS
Organisationsname:Wirkungsgeschichte der Technik

Prof. Dr. Reinhold Bauer, Prof. Dr. Boris Gehlen Neue Beiträge zur Unternehmensgeschichte und zur Technikgeschichte (Oberseminar GUT); ab den 20.10.2026 Dienstag; 17:30-19:00; 14-täglich; alternierend mit dem Oberseminar GNT; M 17.17; LV Nr. 162610091

Das Oberseminar der Abteilung Wirkungsgeschichte der Technik (WGT) wird in Zusammenarbeit mit der Abteilung Unternehmensgeschichte abgehalten und bietet Raum für die Vorstellung laufender Abschlussarbeiten und Forschungsprojekte. Es wird durch Vorträge auswärtiger Gäste ergänzt.

 

Programm

Vorlesung: Von der Werkstatt in die Fabrik. Produktionsorganisation und -technik seit der Antike (Prof. Dr. Reinhold Bauer); ab 15.10.26, 09:45-11:15, M 11.71; LV Nr. 162620070

Arbeit und Produktion gehören zu den zentralen Themen der Technikgeschichte. Meist steht dabei allerdings der industrielle (Groß-)Betrieb im Zentrum des Interesses. Ziel dieser Vorlesung wird es hingegen sein, einen epochenübergreifenden Überblick über die Geschichte der gewerblichen Produktion zu vermitteln, d.h. über die Entwicklung von Produktionsstätten, Produktionstechnik und Produktionsorganisation vom antiken Handwerk bis in die ersten Fabriken des Industriezeitalter hinein. Dabei wird die Technisierung und Organisation der vorindustriellen Produktion einen deutlichen Schwerpunkt bilden.

Hinweis zum SQ-Modul: Wenn Sie sich für diese Veranstaltung im Rahmen des SQ-Moduls beworben und keine Zusage erhalten haben, kommen Sie bitte dennoch zum 1. Veranstaltungstermin.

Seminar: Die Roboter kommen! Automaten und Automatisierung im industriellen Zeitalter (Prof. Dr. Reinhold Bauer ); ab 15.10.2026, 11:30-13:00, M 17.51; LV Nr. 162620071

Im Seminar wird der Geschichte von Automaten, Automatisierung und Roboterisierung nachgegangen. Der Fokus reicht dabei von den „künstlichen Menschen“ des 18. Jahrhunderts über die ersten programmgesteuerten Produktionsmaschinen des industriellen Zeitalters bis hin zu aktuellen Visionen einer umfassenden Digitalisierung von Produktion und Service. Im Mittelpunkt werden dabei neben den Maschinen selbst auch die unternehmerischen Strategien, die gesellschaftlichen Auseinandersetzungen, die ökonomischen und kulturellen Folgen sowie die Utopien bzw. Dystopien stehen, die die Automatisierung prägten.

 

 

Hauptseminar: „Kalter Krieg“ und Nachkriegsboom. Technik, Wirtschaft und Gesellschaft in den „langen“ 1950er Jahren (Prof. Reinhold Bauer); ab 13.10.2026, 09:45-11:15 Uhr, M 17.22; LV Nr. 162620041

Das Seminar wird im Sinne einer Mikrogeschichte der „langen“ 1950er Jahre der Formierung insbesondere des westdeutschen „Wirtschaftswunders“ unter den Bedingungen des „Kalten Krieges“ nachgehen. Im Zentrum steht dabei die enge Wechselwirkung zwischen rasch wachsender industrieller Produktion, Wohlstandszuwachs, Etablierung einer neuen Konsumkultur und expandierendem Energieverbrauch. Die Ära des Nachkriegsboom wird dabei als eine Epochenschwelle interpretiert, mit der sich in der Bundesrepublik und anderen westlichen Industriestaaten der Übergang in die Massenkonsumgesellschaft vollzog.

Hinweis zum SQ-Modul: Wenn Sie sich für diese Veranstaltung im Rahmen des SQ-Moduls beworben und keine Zusage erhalten haben, kommen Sie bitte dennoch zum 1. Veranstaltungstermin.

Seminar: Von fahrradfahrenden Frauen, Petromaskulinität und KI-Girlfriends – Sexualität, Geschlecht und Technik vom 19. bis ins 21. Jahrhundert (Elisabeth Kölmel M.A); ab 13.10.26, 15:45-17:15 Uhr, M 17.81; LV Nr. 162620202

Das Seminar untersucht die Wechselwirkungen und Interdependenzen zwischen Sexualität, Geschlecht und Technik vom 19. bis ins 21. Jahrhundert. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie technische Entwicklungen Vorstellungen von Weiblichkeit und Männlichkeit geprägt haben – und wie umgekehrt Geschlechterverhältnisse die Entwicklung und Nutzung von Technologien beeinflusst haben. Die Themen reichen von fahrradfahrenden Frauen um die Jahrhundertwende und Genitalprothetik für Kriegsversehrte des Ersten Weltkrieges über Kondome als biopolitisches Instrument in der NS-Diktatur und Küchentechnologie der Nachkriegszeit bis hin zu Petromaskulinität, Dating-Apps und digitaler Gewalt in der Gegenwart. Im Seminar sollen technik-, geschlechter- und sozialgeschichtliche Perspektiven miteinander verwoben werden. Konzepte und Methoden aus benachbarten Disziplinen, etwa der Soziologie oder Psychologie, werden dabei ergänzend herangezogen.

 

Seminar: Unpolitische Experten? Zur Nazifizierung und Entnazifizierung von Ingenieuren und Technikern bis 1945 und danach (Elisabeth Kölmel M.A); ab 13.10.26, 11:30-13:00 Uhr, M 17.22; LV Nr. 162620200

Bis heute gelten Ingenieure und Techniker – nicht zuletzt auch in ihrem Selbstbild – als neutrale Sachverständige, deren Fachwissen fernab jedweder Ideologie steht. Das Seminar hinterfragt diese Vorstellung des „unpolitischen Experten“ vor dem Hintergrund der massiven (Selbst-)Mobilisierung von Ingenieuren und Technikern für den Aufbau eines nationalsozialistischen „autarken Wehrstaates“ bis 1945 sowie der Entnazifizierungsmaßnahmen der alliierten Besatzungsmächte nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges. Welche Rolle spielten Ingenieure und Techniker für NS-Rüstungs- und Autarkiewirtschaft, Zwangsarbeitersystem, Okkupationsregime und Vernichtungsapparat? Und welche Rechtfertigungsmuster und Apologetiken fanden sie für ihr Zutun, um ‚erfolgreich‘ entnazifiziert zu werden und für die demokratische Nachkriegsordnung anschlussfähig zu sein?

Zum Seitenanfang