Photo einer Gruppe württembergischer Templer in der Kolonie Wilhelma, Palästina (um 1900).

Württemberg in Palästina

Abt. Landesgeschichte

Landesgeschichtliches Forschungsprojekt zum Technologietransfer, zum Aufbau der verkehrstechnischen Infrastruktur, zum Bauwesen, zur Industrialisierung und zum kulturellen Transfer zwischen Württemberg und Palästina.

Ziel des Projekts ist es, anhand von Untersuchungen zum Technologietransfer, zum Aufbau der verkehrstechnischen Infrastruktur, zum Bauwesen, zur Industrialisierung und zum kulturellen Transfer die Einflussnahmen und Rezeptionsmechanismen zwischen Württemberg und Palästina zu untersuchen.

Die Basis bilden die Templer, aber auch jene Württemberger, die zur Basler Mission bzw. zur Basler Pilgermission gegangen waren. Ausgehend von diesem Missionskontext sollen, dem methodischen Konzept der Verflechtungsgeschichte verpflichtet, die vielfältigen Beziehungen zwischen Württemberg und Palästina untersucht werden, die prägend für beide Seiten waren.

Das Studium an der Technischen Hochschule Stuttgart (Architektur, Ingenieurwesen) sowie an der Versuchs- und Musteranstalt Hohenheim bzw. der Landwirtschaftlichen Akademie Hohenheim (Land- und Forstwirtschaft, Agrartechnologie) spielte im Leben der Auswanderer eine wichtige Rolle. Aber auch große Fabriken Palästinas gehen auf Auswanderer aus Württemberg zurück, ebenso eine Reihe von Dampfmühlen, die die Basis für industrielle Großbetriebe bildeten. Viele Söhne der Auswanderer kehrten zum Studium nach Württemberg zurück, machten sich hier mit den neuesten technischen Innovationen vertraut und gingen mit diesem neuen Wissen ausgestattet wiederum nach Palästina.

Die Untersuchung schließt die Analyse der medial und visuell getragenen Kommunikation ein, die in einem genialen Marketing Palästina stets in Württemberg präsent hielt.

 

Projektleiterin

 

Univ.-Prof. Dr. Sabine Holtz

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