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Herr Dr.

Carsten Kretschmann

Akademischer Rat

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Keplerstraße 17
70174 Stuttgart
Deutschland
Raum: 8.049

Sprechstunde

 im Sommersemester ab 24. April 2019 immer mittwochs, 13 bis 14 Uhr (ohne Anmeldung)

Dr. Carsten Kretschmann, geboren 1974, studierte Geschichte, Germanistik und Öffentliches Recht an den Universitäten Bonn, Köln, Frankfurt am Main und Wien. Nach dem Ersten Staatsexamen für den höheren Schuldienst war er von 1999 bis April 2005 als wissenschaftlicher Mitarbeiter von Prof. Dr. Lothar Gall am Kulturwissenschaftlichen Forschungskolleg 435 "Wissenskultur und gesellschaftlicher Wandel" in Frankfurt am Main tätig, wo seine Dissertation zur Entwicklung naturhistorischer Museen im Deutschland des 19. Jahrhunderts entstand. Seit dem Sommersemester 2005 ist Carsten Kretschmann wissenschaftlicher Mitarbeiter von Prof. Dr. Wolfram Pyta in der Abteilung für Neuere Geschichte am Historischen Institut der Universität Stuttgart. Anknüpfend an die Ergebnisse der kultursoziologischen Generationen- und Traumaforschung arbeitet er zur Zeit an einer Studie zur Bedeutung der Erfahrung des Ersten Weltkriegs für die politischen Gemeinschaftsdiskurse der 1920er Jahre.

  • Geschichte des Bürgertums im 19. Jahrhundert
  • Antijudaismus und Antisemitismus im 19. und 20. Jahrhundert
  • Rechts- und Verfassungsgeschichte des 19. Jahrhunderts
  • Mentalitätsgeschichte des Ersten Weltkrieges
  • Katholizismus in der Bundesrepublik
  • Geschichte Italiens im 19. und 20. Jahrhundert

Marie von Ebner-Eschenbach. Eine Bibliographie. Tübingen: Niemeyer 1999 (= Marie von Ebner-Eschenbach. Kritische Texte und Deutungen, Erg.-Bd. 1). 226 S.

Räume öffnen sich. Naturhistorische Museen im Deutschland des 19. Jahrhunderts. Ber-lin: Akademie Verlag 2006 (= Wissenskultur und gesellschaftlicher Wandel, Bd. 12). 365 S.

Zwischen Spaltung und Gemeinsamkeit. Kultur in Deutschland 1945–1989. Berlin: be.bra verlag 2012 (= Deutsche Geschichte im 20. Jahrhundert, Bd. 12). 208 S.

Marie von Ebner-Eschenbach. Kritische Texte und Deutungen. Tübingen: Niemeyer [gemeinsam mit Karl Konrad Polheim † bzw. Jens Stüben].

[Zuletzt erschienen:]
Marie von Ebner-Eschenbach: Briefwechsel mit Theo Schücking. Frauenleben im 19. Jahrhundert. Hrsg. v. Edda Polheim. Tübingen: Niemeyer 2001 (= Marie von Ebner-Eschenbach. Kritische Texte und Deu-tungen, Erg.-Bd. 2). 515 S.
   
Die historischen Tragödien. „Maria Stuart in Schottland“, „Marie Roland“, „Richelieu“, „Jacobäa“. Kritisch hrsg. u. kommentiert v. Marianne Henn. Tübingen: Niemeyer 2006 (= Marie von Ebner-Eschenbach. Kritische Texte und Deutungen, Bd. 6). 835 S.

Gesellschaftsdramen, Künstlerdramen, Lustspiele und Einakter. Kritisch hrsg. u. kommentiert v. Marianne Henn. Tübingen: Niemeyer 2010 (= Marie von Ebner-Eschenbach. Kritische Texte und Deutungen, Bd. 7). 973 S.
 

Wissenspopularisierung. Konzepte der Wissensverbreitung im Wandel. Berlin: Akademie 2003 (= Wissenskultur und gesellschaftlicher Wandel, Bd. 4). 409 S.
   
Hebbel – Mensch und Dichter im Werk. Berlin: Weidler 2004 (= Schriftenreihe der Wiener Hebbel-Gesellschaft, Folge 8). 307 S. [gemeinsam mit Ida Koller-Andorf].

Wissen in der Krise. Institutionen des Wissens im gesellschaftlichen Wandel. Berlin: Akademie 2004 (= Wissenskultur und gesellschaftlicher Wandel, Bd. 8). 236 S. [gemeinsam mit Henning Pahl und Peter Scholz].

Die Herausforderung der Diktaturen. Katholizismus in Deutschland und Italien 1918–1943/45. Tübingen: Niemeyer 2009 (= Schriftenreihe der Villa Vigoni). 300 S. [gemeinsam mit Tiziana Di Maio, Giuseppe Ignesti und Wolfram Pyta].

Kultur, Kommunikation und Öffentlichkeit in der Weimarer Republik. Heidelberg u.a.: verlag regionalkultur 2009 (= Pforzheimer Gespräche, Bd. 4). 248 S. [gemeinsam mit Hans-Peter Becht und Wolfram Pyta].

„Burgfriede“ und „Union sacrée“. Nationale Sinnstiftung in Deutschland und Frankreich im Ersten Weltkrieg. München: Oldenbourg 2011 (= Historische Zeitschrift, Beiheft 54). 331 S. [gemeinsam mit Wolfram Pyta]

Bürgerlichkeit. Spurensuche in Vergangenheit und Gegenwart. Stuttgart: Franz-Steiner-Verlag 2016 (=  Nassauer Gespräche der Freiherr vom Stein-Gesellschaft, Bd. 9) [gemeinsam mit Wolfram Pyta].

„... bis zu den untersten Abstufungen herab“ – Zur Konfiguration von Friedrich Hebbels Herodes und Mariamne. In: Karl Konrad Polheim (Hrsg.): Die dramatische Konfiguration. Paderborn, München, Wien, Zürich: Schöningh 1997 (= Uni-Taschenbücher, Bd. 1996), S. 167–210.

Ein Mythos der Richterrechtsdiskussion: Oskar Bülow, Gesetz und Richteramt (1885). In: IUS COMMUNE. Zeitschrift für Europäische Rechtsgeschichte 26 (1999), S. 211–237 [gemeinsam mit Thomas Henne].

„Führer“ oder „Lügner“? – Zum Goethebild im nationalsozialistischen Deutschunterricht. In: Bodo Lecke (Hrsg.): Dauer im Wechsel? Goethe und der Deutschunterricht. Frankfurt a.M., Berlin, Bern, Bruxelles, New York, Oxford, Wien: Peter Lang 2000 (= Beiträge zur Geschichte des Deutschunterrichts, Bd. 44), S. 181–210.

Geist und Gestalt. Überlegungen zur Konfiguration von Hebbels Gyges und sein Ring. In: Ida Koller-Andorf (Hrsg.): Hebbel. Mensch und Dichter im Werk. „Sittlicher Revo-lutionär“ zur „Zeitenwende“. Berlin: Weidler 2000 (= Schriftenreihe der Wiener Hebbelgesellschaft, Bd. 7), S. 135–162.

Die Nähe in der Ferne. Zum Verhältnis zwischen Friedrich Barbarossa und Christian von Mainz. In: Mitteilungen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung 108 (2000), S. 239–264.

Monarchie oder Libertät. Die Kaiserwahl Ferdinands II. und der Versuch einer römischen Königswahl vivente imperatore auf dem Regensburger Kurfürstentag 1630. In: Bohemia 41 (2000), S. 364–392.

Sein und Haben. Zur Konfiguration von Hebbels Lustspiel Der Rubin. In: Hebbel-Jahrbuch 2001, S. 103–137.

Der christlich fundierte Antijudaismus Savignys und seine Umsetzung in der Rechtspraxis. In: Zeitschrift der Savigny-Stiftung für Rechtsgeschichte. Germ. Abt. 119 (2002), S. 250–315 [gemeinsam mit Thomas Henne].

Friedrich Carl von Savignys Antijudaismus und die ,Nebenpolitik‘ der Berliner Universität gegen das preußische Emanzipationsedikt von 1812. Anmerkungen zu einem be-rühmten Fall der Universitätsgerichtsbarkeit. In: Jahrbuch für Universitätsgeschichte 5 (2002), S. 217–225 [gemeinsam mit Thomas Henne].

Bauformen in Schnitzlers Schauspiel Der einsame Weg. In: Jahrbuch des Freien Deutschen Hochstifts 2002, S. 296–316.

Bismarck und das deutsch-österreichische Problem. In: Mitteilungen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung 111 (2003), S. 429–444.

Wissenskanonisierung und -popularisierung in Museen des 19. Jahrhunderts – das Beispiel des Senckenberg-Museums in Frankfurt am Main. In: Lothar Gall/Andreas Schulz (Hrsg.): Wissenskommunikation im 19. Jahrhundert. Stuttgart: Steiner 2003 (= Nassauer Gespräche der Freiherr-vom-Stein-Gesellschaft, Bd. 6), S. 171–212.

Wissenspopularisierung – ein altes, neues Forschungsfeld. In: Carsten Kretschmann (Hrsg.): Wissenspopularisierung. Konzepte der Wissensverbreitung im Wandel. Berlin: Akademie 2003 (= Wissenskultur und gesellschaftlicher Wandel, Bd. 4), S. 7–21.

„À toutes les gloires de la France“ – Louis-Philippe und die Galerie des Batailles in Versailles. In: Carsten Kretschmann (Hrsg.): Wissenspopularisierung. Konzepte der Wis-sensverbreitung im Wandel. Berlin: Akademie 2003 (= Wissenskultur und gesellschaft-licher Wandel, Bd. 4), S. 179–196.

Ein „Zweites Konfessionelles Zeitalter“? Vom Nutzen und Nachteil einer neuen Epochensignatur. In: Historische Zeitschrift 276 (2003), S. 369–392 [gemeinsam mit Henning Pahl].

Hebbel und die deutsche Frage. In: Schriftenreihe der Wiener Hebbel-Gesellschaft 8 (2004), S. 151–161.

Rechtsgeschichtliche Beiträge zur Antisemitismusforschung. In: Werner Bergmann/Mona Körte (Hrsg.): Antisemitismusforschung in den Wissenschaften. Berlin: Metropol 2004, S. 137–159.

Institutionen des Wissens in Krisen – eine Einführung. In: Carsten Kret-schmann/Henning Pahl/Peter Scholz (Hrsg.): Wissen in der Krise? Institutionen des Wissens im gesellschaftlichen Wandel. Berlin: Akademie 2004 (= Wissenskultur und gesellschaftlicher Wandel, Bd. 8), S. 7–16.

Natur und Welt. Karl Friedrich Schimper zum 200. Geburtstag. In: Festschrift Karl Friedrich Schimper. Schwetzingen 2005, S. 1–10.

Schuld und Sühne. Biographische Annäherungen an Erich Lüth. In: Thomas Henne/Arne Riedlinger (Hrsg.): Das Lüth-Urteil in (rechts-)historischer Sicht. Die Konflikte um Veit Harlan und die Grundrechtsjudikatur des Bundesverfassungsgerichts. Berlin: Berliner Wissenschafts-Verlag 2005, S. 47–63.

Die Popularisierung des Wissens. Naturhistorische Museen und deutsche Öffentlichkeit im 19. Jahrhundert. In: Bernhard Graf/Hans Möbius (Hrsg.): Zur Geschichte der Museen im 19. Jahrhundert 1789–1918. Berlin: 2006 (= Berliner Schriften zur Museumskunde, Bd. 22), S. 125–136.

Im Schatten von Versailles. Die Frankfurter Historiker Walter Platzhoff und Paul Kirn im ,Dritten Reich‘. In: Historie und Leben. Der Historiker als Wissenschaftler und Zeitgenosse. Festschrift für Lothar Gall zum 70. Geburtstag. Hrsg. v. Dieter Hein, Klaus Hildebrand und Andreas Schulz. München: Oldenbourg 2006, S. 479–498.

Identitäten in Europa – Europäische Identität. Anmerkungen zu einem kontroversen Be-griff. In: Markus Krienke/Matthias Belafi (Hrsg.): Identitäten in Europa – Europäische Identität. Wiesbaden: Deutscher Universitäts-Verlag 2007, S. 9–13 [gemeinsam mit Christiane Liermann].

Eine Partie für Pacelli? Die Scholder-Repgen-Debatte. In: Thomas Brechenmacher (Hrsg.): Das Reichskonkordat 1933. Forschungsstand, Kontroversen, Dokumente. Pa-derborn, München, Wien, Zürich: Schöningh 2007, S. 13–24.

Vergangenheit für die Gegenwart. Das Bismarck-Bild im Werk Sebastian Haffners. In: Andy Hahnemann/David Oels (Hrsg.): Sachbuch und populäres Wissen im 20. Jahrhundert. Frankfurt am Main u.a.: Peter Lang 2008, S. 81–96.

Kampf der Geschlechter? Skeptische Überlegungen zu Herodes und Mariamne. In: Schriftenreihe der Wiener Hebbel-Gesellschaft 10 (2008), S. 233–244.

Einsatz für Deutschland? Frankfurter Historiker im ,Dritten Reich‘. In: Jan Otmar Hes-se/Jörn Kobes (Hrsg.): Frankfurter Wissenschaftler zwischen 1933 und 1945. Göttingen: Wallstein 2008 (= Schriftenreihe des Frankfurter Universitätsarchivs, Bd. 1), S. 5–32.

Intellektuelle im bürgerlichen Verein? Die Senckenbergische Naturforschende Gesellschaft in Frankfurt am Main. In: Jiři Pešek u.a. (Hrsg.): Město a intelektuálové. Praha 2008 (= Documenta Pragensia, Bd. 27), S. 971–988.

Generation und politische Kultur in der Weimarer Republik. In: Hans-Peter Becht/Carsten Kretschmann/Wolfram Pyta (Hrsg.): Kultur, Kommunikation und Öffent-lichkeit in der Weimarer Republik. Heidelberg u.a.: Verlag Regionalkultur 2009, S. 11–30.

Wissenspopularisierung. Verfahren und Beschreibungsmodelle. In: Petra Boden/Dorit Müller (Hrsg.): Wissenspopularisierung im medialen Wandel seit 1850. Berlin: Kadmos 2009 (= Schriftenreihe des Zentrums für Literatur- und Kulturforschung), S. 11–36.

Wissenschaftspopularisierung – Ansätze und Konzepte. In: Bernd Hüppauf/Peter Weingart (Hrsg.): Frosch und Frankenstein. Bilder als Medium der Popularisierung von Wissenschaft. Bielefeld: transcript 2009, S. 79–90.

Provinzen der Seele. Zu den Identitätskonflikten Otto von Bismarcks. In: Geschichte, Kommunikation, Öffentlichkeit. Festschrift für Bernd Sösemann. Hrsg. v. Rudolf Stöber u.a. Stuttgart: Steiner 2010, S. 271–290.

Eine Brücke über die Geschichte. Migrationserfahrungen in Ivo Andrićs Roman „Die Brücke über die Drina“. In: Eckart Olshausen/Alexander Schunka (Hrsg.): Migrationser-fahrungen und Migrationsstrukturen. Stuttgart: Steiner 2010 (= Stuttgarter Beiträge zur historischen Migrationsforschung, Bd. 7), S. 149–173.

„Ein Haus voll Glorie schauet“? – Zu den Umbrüchen des Katholizismus der Adenauer-zeit. In: Michael Hochgeschwender (Hrsg.): Epoche im Widerspruch. Ideelle und kultu-relle Umbrüche der Adenauerzeit. Bonn: Bouvier 2010 (= Rhöndorfer Gespräche, Bd. 25), S. 206–233.

Der Umgang mit der faschistischen Diktatur in Italien nach 1943/45. Ein Aufriss. In: Albrecht Graf von Kalnein (Hrsg.): Aufarbeitungen von Diktaturen in Europa. Berlin: Metropol 2011, S. 169–180.

Noch ein Nationaldenkmal? Die deutsche Tendaguru-Expedition 1909–1913. In: Stefanie Samida (Hrsg.): Inszenierte Wissenschaft. Zur Popularisierung von Wissen im 19. Jahrhundert. Bielefeld: transcript 2011, S. 191–212.

Von der Frontgemeinschaft zur Volksgemeinschaft? Kriegserfahrungen und politische Ordnungsvorstellungen in Deutschland und Frankreich während in der Zwischenkriegs-zeit. In: Detlef Lehnert (Hrsg.): Demokratiekultur in Europa. Politische Repräsentation im 19. und 20. Jahrhundert. Köln, Weimar, Wien: Böhlau 2011, S. 155–174.

Präsentation und Repräsentation. Sammlungen und Kabinette als Schnittstellen einer république des lettres. In: Bernd Sösemann/Gregor Vogt-Spira (Hrsg.): Friedrich der Große in Europa. Geschichte einer wechselvollen Beziehung. Bd. 1. Stuttgart: Stei-ner 2012, S. 307–324.

„Zerstörer“ oder „Schöpfer“? Österreichische Perspektiven zwischen Erster und Zweiter Republik. In: Bernd Sösemann (Hrsg.): Friedrich der Große in Europa – gefeiert und umstritten. Stuttgart: Steiner 2012, S. 130–138.

Popularisierung und bürgerliche Öffentlichkeit – das Beispiel Frankfurt am Main. In: Wolfgang Lukas/Ute Schneider (Hrsg.): Karl Ferdinand Gutzkow - Publizistik, Literatur und Buchmarkt zwischen Vormärz und Gründerzeit. Wiesbaden: Harrassowitz 2013, S. 35–48.

Burgfrieden und Union sacrée. Sakralisierungsstrategien im Kontext des Ersten Weltkriegs. In: Historisches Jahrbuch 134 (2014), S. 61–76.

„Der Herr sei mit Euch, Ihr braven Krieger!“. Sakralisierungsstrategien im Kontext des Ersten Weltkriegs. In: Karl-Joseph Hummel/Christoph Kösters (Hrsg.): Kirche, Krieg und Katholiken. Geschichte und Gedächtnis im 20. Jahrhundert. Freiburg, Basel, Wien: Herder 2014, S. 50-66.

Die politische Funktion der Weltkriegsliteratur in Deutschland und Frankreich. In: Wolfram Pyta/Jörg Lehmann (Hrsg.): Krieg erzählen – Raconter la guerre. Münster: LIT 2014, S. 141–154.

Phänomenologie des Wutbürgers. Historische Annäherungen an ein „neues Bürgertum“. In: Wolfram Pyta/Carsten Kretschmann (Hrsg.): Bürgerlichkeit. Spurensuche in Vergangenheit und Gegenwart. Stuttgart: Steiner 2016, S. 201–209.

Geschichte als Politik – Walter Platzhoff. In: Johannes Fried/Raphael Gross/Moritz Epple (Hrsg.): Politisierung der Wissenschaft. Jüdische, völkische und andere Gelehrte an der Universität Frankfurt am Main. Göttingen: Wallstein 2016, S. 149–171.

Das Dreikaiserjahr. In: Deutschland Archiv – Kaiserreich. Hrsg. v. Lothar Gall. Braunschweig 2002, KR 02315 (April 2002).

Die Reichsgründung – Die politische Struktur des kleindeutschen Nationalstaates. In: Deutschland Archiv – Kaiserreich. Hrsg. v. Lothar Gall. Braunschweig 2002, KR 02025 (März 2002).

Jherings „Zweck“ und Bülows Schweigen – „die Gleichheit unserer Richtungen“. Ein „Widerspruch zu Johann Braun. In: Zeitschrift für Neuere Rechtsgeschichte 24 (2002), S. 358–361 [gemeinsam mit Thomas Henne].

Art. „Havenstein, Martin“. In: Internationales Germanistenlexikon. Hrsg. v. Christoph König. Berlin: de Gruyter 2003.

Art. „Linden, Walther“. In: Ebd.

Der Eulenburg-Prozeß. In: Deutschland Archiv – Kaiserreich. Hrsg. v. Lothar Gall. Braunschweig 2003 (April 2003).

Der Kulturkampf. In: Deutschland Archiv – Kaiserreich. Hrsg. v. Lothar Gall. Braunschweig 2003 (November 2003).

Zweifellos: ein Brausekopf. Kaiser Wilhelm II. In: Damals 8/2004, S. 15–21.

Einleitung. In: Schriftenreihe der Wiener Hebbel-Gesellschaft 8 (2004), S. 25–27.

Art. „Bonifatiusverein“. In: Antisemitism. A Historical Encyclopedia of Prejudice and Persecution. Vol. I–II. Ed. by Richard S. Levy. Santa Barbara/CA, Denver/CO, Oxford: ABC-Clio 2005, S. 77f.

Art. „Rohling, August“. In: Ebd., S. 609.

Art. „Talmudjude, Der“. In: Ebd., S. 700f.

Art. „Ultramontanism“. In: Ebd., S. 718f.

Art. „Alkohol und Alkoholismus“. In: Literatur und Medizin. Ein Lexikon. Hrsg. v. Bettina von Jagow und Florian Steger. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht 2005, Sp. 34–38.

Art. „Blut“. In: Ebd., Sp. 140–144.

Art. „Drogen“. In: Ebd., Sp. 179–183.

Art. „Verführung“. In: Ebd., Sp. 823–829.

Das Erste Vatikanische Konzil. In: Deutschland Archiv – Kaiserreich. Hrsg. v. Lothar Gall. Braunschweig 2006 (Januar 2006).

Der Kapp-Putsch 1920. In: Deutsche Geschichte in Dokumenten. Braunschweig 2006 (November 2006).

Art. „Biographie und Wissen“. In: Handbuch Biographie. Hrsg. v. Christian Klein. Stuttgart: J. B. Metzlersche Verlagsbuchhandlung 2009, S. 144–153.

Art. „Popularisierung, wissenschaftliche“. In: Enzyklopädie der Neuzeit. Im Auftrag des Kulturwissenschaftlichen Instituts (Essen) und in Verbindung mit den Fachwissenschaftlern hrsg. v. Friedrich Jaeger. Bd. 10. Stuttgart: J. B. Metzlersche Verlagsbuchhandlung 2009, Sp. 195–200.

Kultur und Öffentlichkeit. Leitgedanken. In: Bernd Sösemann/Gregor Vogt-Spira (Hrsg.): Friedrich der Große in Europa. Geschichte einer wechselvollen Beziehung. Bd. 1. Stuttgart: Steiner 2012, S. 179–181.

Zahlreiche Rezensionen u.a. für die „Historische Zeitschrift“, die „Zeitschrift für Geschichtswissenschaft“, die „Mitteilungen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung“ und „Neue Politische Literatur“, für die elektronischen Rezensionsjournale H-Soz-u-Kult und „Sehepunkte“ sowie für die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“.

Von der ,Frontgemeinschaft‘ zur ,Volksgemeinschaft‘. Kriegserfahrungen und Gemeinschaftsdiskurse in den 1920er Jahren

Das Projekt zielt auf eine vergleichende Deutungsgeschichte des Ersten Weltkriegs. Die zentrale Frage lautet dabei, welche vergemeinschaftende Kraft von der Deutung des Ersten Weltkriegs ausging und welche politischen Folgen daraus erwuchsen. In bewußter Verschränkung von Politik- und Kulturgeschichte fragt das Projekt – ausgehend von Modellen der Kultursoziologie – danach, inwiefern die Gemeinschaftsdiskurse der Nachkriegszeit ihre imaginative Kraft gerade deshalb entfalten konnten, weil sie auf einer bestimmten sinnhaften Verarbeitung des Krieges beruhten und das Ideal einer egalitären ,Frontgemeinschaft‘ zum Vorbild einer noch zu erreichenden ,Volksgemeinschaft‘ machten. Diese Verarbeitungsstrategien werden anhand von breit gestreuten Ego-Dokumenten sowie verschiedenen Medienformen rekonstruiert, wobei das Projekt an die neuere Generationen- und Traumaforschung anknüpft. Eine besondere Rolle spielen hierbei Kriegsromane, insofern es sich bei ihnen um ein Medium kultureller Selbstverständigung handelt, das von der geschichtswissenschaftlichen Forschung bislang kaum angemessen berücksichtigt worden ist. Auf dieser erfahrungsgeschichtlichen Basis wird schließlich die Frage zu klären sein, inwiefern die ,Sinnhaftmachung‘ des Krieges in den 1920er Jahren konstitutiv für milieuübergreifende politische Vergemeinschaftungsprozesse war, die entsprechende Offerten der Nationalsozialisten erst attraktiv machten.
 

Katholizismus und Moderne

Mit dem Interesse der neueren Kulturgeschichte an Fragen der Lebenswelt und ihrer sinnhaften Deutung durch Individuum und Gesellschaft ist die Religion wieder zum legitimen Untersuchungsgegenstand der Geschichtswissenschaft geworden. Religiöse Deutungsmuster haben im 20. Jahrhundert – trotz der bekannten Säkularisierungsprozesse – eine Relevanz entfaltet, die erst in Ansätzen erforscht ist. Das Projekt beschäftigt sich mittelfristig – am Beispiel der katholischen Kirche – mit dem Verhältnis von Religion und Diktatur und geht der Frage nach, inwieweit sich die Kirchenleitung einerseits gegen nationalsozialistische und faschistische Regime zu behaupten vermochte, inwieweit sie andererseits jedoch bereit war, Diktaturen, die sich verschiedener Elemente des ,Christlichen Ständestaates‘ bedienten, zu fördern – und inwieweit sie in beiden Fällen mit ähnlichen Deutungsmustern operierte, die im „Zeitalter der Extreme“ einer begriffspolitischen ,Modernisierung‘ unterzogen wurden.
Langfristig zielt das Forschungsvorhaben darüber hinaus auf eine Analyse der Umbrüche des Katholizismus in den 1960er und 1970er Jahren in Deutschland, Frankreich und Italien, die bislang allenfalls in Ansätzen erforscht sind. Gerade im Wandel des Katholizismus verdichten sich dabei gesamtgesellschaftlich relevante Individualisierungs-, Pluralisierungs- und Entnormativierungsprozesse. Im Prozeß der (Teil-)Privatisierung der Religion und der Diversifizierung von Religiosität spiegelt sich ein soziokultureller Wandel, der den Aufstieg alternativer Deutungsmuster und Vermittlungsstrategien begünstigt. Nach ihm ist ebenso zu fragen wie nach der Entwicklung des ,katholischen Milieus‘ bzw. des ,mondo cattolico‘, die sich zunehmend in spezifische Teilmilieus aufzulösen schienen, in denen sich neben den „kirchentreuen Katholiken“ auch extreme Positionen wie der Linkskatholizismus und der Integralismus behaupten. Dabei stellt sich die Frage, inwiefern sich das ,katholische Milieu‘, indem seine einzelnen Wissensbestände zum Teil in den neuen sozialen Bewegungen (etwa der Friedensbewegung, der Anti-Atomkraft-Bewegung, der Umweltbewegung) aufgingen und sich die Kirchenbindung weiter lockerte, innerhalb des nivellierten Wertekanons der 1970er Jahre zu einer Art Kulturkatholizismus wandelte.
 

Literatur und Geschichtswissenschaft

Während die literarischen Strategien der Geschichtsschreibung mittlerweile als gut erforscht gelten dürfen, ist die Frage, inwiefern literarische Zeugnisse als historische Quelle benutzt werden dürfen und können, noch kaum geklärt. Ausgehend von der intensiven Beschäftigung mit Kriegsromanen im Rahmen des Habilitationsprojekts „Von der ,Frontgemeinschaft‘ zur ,Volksgemeinschaft‘. Kriegserfahrungen und Gemeinschaftsdiskurse in den 1920er Jahren“ beschäftigt sich dieses methodologische Vorhaben mittelfristig mit der Frage, in welcher Form eine kulturwissenschaftlich ausgerichtete Geschichtswissenschaft, die sich explizit mit Phänomenen der Selbst- und Fremdwahrnehmung beschäftigt, auf literarische Zeugnisse zurückgreifen kann. Die besondere Fähigkeit zur Innenweltdarstellung, über die literarische Texte (im Unterschied zu herkömmlichen Quellen des Historikers) verfügen, mißt ihnen eine Scharnierfunktion bei der Verknüpfung subjektiver Verstehensleistungen und überindividueller Wissensordnungen zu. Für kulturwissenschaftliche Fragestellungen macht sie dies unentbehrlich.
In weiterem Kontext stellt sich in diesem Projekt die Frage nach dem stets virulenten Verhältnis von Literatur und Geschichtsschreibung. Sie hat ihre ganze Dringlichkeit in den Auseinandersetzungen um die „Historische Belletristik“ offenbart, wie sie in den 1920er Jahren in Deutschland geführt worden sind. Hauptfigur dieser Debatte war Emil Ludwig (1881–1948), der sich mit seinen psychologisch gearbeiteten Romanbiographien ,großer Männer‘, die Millionenauflagen erlebten, den Unwillen der Zunft zuzog. In einem langfristigen Vorhaben soll eine intellektuelle Biographie Emil Ludwigs entstehen, dessen Werk größten Einfluß auf die Konstruktion populärer Geschichtsbilder in der Zwischenkriegszeit hatte und dessen Leben unter verschiedenen Aspekten – der Wissenspopularisierung, der Exilforschung, der jewish studies – von exemplarischen Bedeutung ist. Grundlage dieses Projekts ist – neben Ludwigs zahlreichen Romanbiographien und seinen politischen Exilschriften – der umfangreiche Nachlaß im Schweizerischen Literaturarchiv in Bern.